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Sternbild Artikel Sternbild des großen Bären
Ein Sternbild ist eine Gruppe von Sternen, die ein auffälliges Muster bilden. Auch wenn die Sterne eines Sternbilds am Himmel nahe beieinander zu liegen scheinen, sind sie häufig doch weit voneinander entfernt, da sie ganz unterschiedliche Entfernungen zur Erde haben. Sternbilder sind also Beispiele einer Pseudo-Struktur oder Scheinstruktur. Sie basieren auf der natürlichen Veranlagung des Gehirns, in jedem zufällig erzeugten Muster Strukturen erkennen zu wollen.
Buch-Tipp: Drehbare Welt-Sternkarte. Für den nördlichen und südlichen Sternhimmel Groß, aber brauchbar Als Hobby-Sternenbeobachter konnte ich diese Karte gut gebrauchen, sie ist aber etwas unübersichtlich gestaltet. Gerade bei Anwendung in Äquatornähe verzerrt sie die Darstellung stark, und durch die vielen groß gedruckten Namen treten die Sternbilder fast in den Hintergrund. Leider war auf der Vorderseite kein Platz für... | |
Es gibt Spekulationen, die schon in dem Stiersaal der Höhle von Lascaux einen kompletten Tierkreis sehen. Die Identifikation jedenfalls einer Gruppe von Punkten oberhalb des Auerochsen als die Plejaden scheint wahrscheinlich, da sowohl die Position relativ zu dem Auerochsen (Stier) als auch die relativen Positionen der sechs Punkte zueinander derjenigen der Plejaden entspricht. Das erfordert jedoch die implizite Annahme, in dem Auerochs ein Sternbild zu identifizieren.
Der Geograph Kai Helge Wirth stellte die Theorie auf, dass die Sternbilder Karten zur Navigation von Schiffen sind. Projiziert man die Sternbilder auf die Erde, so passen viele von ihnen zu Küstenverläufen in Europa und der Karibik. Er nimmt an, dass sich die ersten Seefahrer mit Hilfe der Sternbilder die Schiffsrouten entlang der Küsten merkten. Die genaue Übereinstimmung der Sternbilder mit den Küstenlinien erfordert allerdings geographische Kenntnisse, deren Kenntnis vor Ende des Mittelalters spekulativ ist (z.B. Bestimmung der Längengrade).Die ersten gesicherten Sternbilder, besonders die Tierkreiszeichen gehen bis auf die Babylonier zurück. Eratosthenes und einige Jahrhunderte später Ptolemäus beschrieben vor knapp 2 Tausend Jahren 48 Sternbilder, die hauptsächlich nach Gestalten aus der griechischen Mythologie benannt sind. Später legten dann vor allem Johann Bayer, Johannes Hevelius und Nicolas Louis de Lacaille weitere Sternbilder fest, die wir heute noch benutzen.
Da seit der Erfindung des Teleskops stets mehr Sterne und Nebel gefunden und katalogisiert wurden, führte man neue Sternbilder ein, um die Übersicht zu bewahren. Einige neue Sternbilder waren politisch motiviert. Zu dem Beispiel war das Sternbild Schild dem polnischen König Jan III. Sobieski gewidmet. Viele südliche Sternbilder wurden von Nicolas Louis de Lacaille um 1750 neu hinzugefügt und sollten den technischen Fortschritt symbolisieren, etwa der chemische Ofen oder die Luftpumpe.
Die Anzahl der bekannten Objekte nahm aber so sehr zu, dass sich allzu viele diese Erweiterungen als unpraktisch erwiesen, und so verschwanden die späteren wieder. Dazu zählen das Brandenburgische Szepter oder der königliche Stier von Poniatowski . In einem Sternatlas von 1801 von Johann Elert Bode sind sogar noch weitere neue Sternbilder eingetragen, insgesamt 99, wie etwa der "Heißluftballon", die "Buchdruckerwerkstatt", oder die "Katze". Davon hat sich aber keines durchgesetzt. Das althergebrachte Sternbild Antinous , das der römische Kaiser Hadrian zu Ehren seines in dem Nil verunglückten Favoriten eingeführt hatte (der Legende nach opferte sich Antinous, um das Leben Hadrians zu verlängern), wird heute ebenfalls nicht mehr benutzt.
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1922 wurden von der Internationalen Astronomischen Union die noch heute gültigen 88 Sternbilder festgelegt und ihre exakten Grenzen definiert. Das riesige Sternbild Argo (das Schiff der Argonauten) wurde dabei in Vela (das Segel), Puppis (das Achterdeck), und Carina (den Kiel) aufgeteilt. Das Sternbild Serpens (Schlange) besteht aus zwei nicht zusammenhängenden Teilen, Serpens Caput und Serpens Cauda. Zählte man diese getrennt als zwei Sternbilder wären es 89. Die Sternbilder werden häufig durch drei Buchstaben abgekürzt, z. B. bei der Nennung von Sternen: Der Hauptstern in dem Schwan (Cygnus), α Cygni ist abgekürzt α Cyg.
Zwölf der dreizehn Sternbilder, die von der Ekliptik geschnitten werden, stimmten vor ungefähr 2500 Jahren mit den Tierkreiszeichen der Astrologie ungefähr überein, haben sich aber in dem Zuge der Präzession gegen diese verschoben. Vom dreizehnten Sternbild, Ophiuchus, ragt allerdings ca. ein Fuß über die Ekliptik.
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Asterismen und Sternbilder anderer Kulturen | |
Ein Asterismus ist eine Gruppe von Sternen, die allgemein bekannt ist, aber nicht als Sternbild gilt. Der bekannteste Asterismus ist der große Wagen, dessen Sterne einen Teil des großen Bären ausmachen. Andere Asterismen sind das Sommerdreieck und das Wintersechseck. In dem Altertum war das Sternbild Haar der Berenike ca. ein Asterismus, wird aber spätestens seit der Renaissance als Sternbild anerkannt.
Die australischen Aborigines und die San (Buschleute) in dem südlichen Afrika kennen außer den durch Sternen gebildeten Bilder noch weitere. Die dunklen Staubwolken vor dem Band der Milchstraße werden von den Aborigines als Emu, von den San als Strauß erkannt. Dies sind die größten "Stern"bilder am Himmel. Daneben kennen immerhin die Aborigines noch weitere.
Bei den Azteken spielte das Sternbild des Feuerbohrers eine große Rolle. Welche Sterne dieses bildeten, ist heute umstritten.
Buch-Tipp: Sterne finden - ganz einfach. Die 25 schönsten Sternbilder sicher erkennen Mit Spaß mehr über Sternbilder erfahren Das Buch ist sortiert nach Sternzeichen. Man findet die Sternzeichen dadurch sehr gut und sie sind hervorragend beschrieben. So ist aber nicht jeder Monat mit allen Himmelsrichtungen vertreten.
Gut ist:
+ Die großen Sternkarten (A4)
+ Stets eine Hand als Maßstab, Größenangaben in Handlängen
+ Die... |
Weiteres zu dem Artikel Sternbild | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Altertum, Arneb, Auerochsen, Beteigeuze, Bilder, Cancer, Corona, Favoriten, Hercules, Jahrhunderte, Klammern, Nebel, Pegasus, Positionen, Pyxis, Sadalmelik, Schiff, Scutum, Sommerdreieck | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Sternbild' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Sternbild Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Sternbild' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Sternbild' und 'Sternbild' Definition sehr dankbar.
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